Aktuelles aus Gröditz

Ehrenbürger Kurt Biedenkopf verstorben

12. August 2021

Mit tiefer Trauer haben wir die Nachricht vom Ableben unseres Ehrenbürgers der Stadt Gröditz, Herrn Prof. Dr. Kurt Hans Biedenkopf, Ministerpräsident a. D. aufgenommen, der im Alter von 91 Jahren am 12. August 2021 in Dresden verstorben ist. Gewählt zum ersten Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen im Jahr 1990 entwickelte er unter schwierigen Bedingungen ein schwaches Bundesland mit hoher Arbeitslosigkeit zu einem wirtschaftlich starken Standort, indem er gezielt in Industrie und Technologie investierte und damit große Unternehmen nach Sachsen holte, die zukunftssichere Arbeitsplätze mit sich brachten. Er war bei den Menschen auch deshalb so beliebt, weil er auch unangenehme Wahrheiten nicht verschwieg, die Probleme transparent und analytisch anging und trotzdem immer den Blick und das Verständnis für den Einzelnen hatte. In den für die Schmiede‐ und Elektrostahlwerke und damit auch für die Stadt Gröditz selbst schweren Jahren stand er dem Unternehmen als Aufsichtsratsvorsitzender stets zur Seite und trug mit erfolgreichem Abschluss des Insolvenzverfahrens dazu bei, den Stahlstandort Gröditz und damit viele Arbeitsplätze zu erhalten. Für seine Verdienste wurde Herrn Prof. Dr. Biedenkopf im Jahr 2011 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Gröditz verliehen. Wir verlieren mit ihm einen engagierten, tatkräftigen Politiker, eine starke Persönlichkeit und einen warmherzigen Menschen und werden sein Andenken stets in ehrender Erinnerung halten. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Frau Ingrid und seiner Familie.
Stadt Gröditz - Bürgermeister Jochen Reinicke, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Stadtrat

Klimapark Gröditz

Aus der seit vielen Jahren kahlen Brache am Kanal wird schon bald ein Ort der Artenvielfalt und Naherholung entstehen und Gröditz bereichern. Etwa 4000 Pflanzen und Tiere werden hier Lebens- und Nahrungsraum finden. Besucher können verweilen, spazieren und sich austauschen - ein Ort der Begegnung in wunderschönster Natur. Gemeinschaftsaktionen mit Gartenvereinen, ein „grünes Diskutierzimmer mit Frischeküche“, Naturvorträge für Kinder und Jugendliche und sogar kleine Märkte sind nur einige der vielen Möglichkeiten und Ideen, die der Klimapark mit sich bringt. Wir sind sehr stolz, was das Bauhof-Team bereits nach wenigen Wochen geleistet hat. Zusammen mit den Vereinskindern des FV Gröditz e.V., Bauhofleiter Norbert Both und dem Bürgermeister Jochen Reinicke wurde am 14. April 2021 schon die erste Sommerlinde mit offiziellem Spatenstich eingeweiht. Ein besonderes Objekt ist das Tierhotel XXL, das für heimische Säugetiere, Insekten und Vögel Schutz und Lebensraum bietet. 

Katrin Müller, Leiterin Sozialverwaltung der Stadt Gröditz bekam in einem Interview noch einmal die Chance auf bestimmte Fragen zur städtischen Entwicklung, dem Werdegang bis hin zum Projekt Klimapark 2021 einzugehen. Sie betonte stets, dass mit der gemeinsamen Vorarbeit zur 800-Jahr-Feier 2017, der damit verbundenen Welle der Euphorie und dem letztlich daraus entstandenen Stadtslogan „Unsere Stadt. Lebendige Tradition. Erfrischend jung.“, sämtliche weitere Projekte und Veranstaltungen, wenn auch kleiner, angedockt wurden. Auch sagte sie, in Bezug zur aktuellen Pandemielage sollte man nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern stets nach vorn schauen, die Lage akzeptieren und diese Energie in das „Jetzt und Danach“ einfließen lassen. Frau Müller und auch alle anderen Kollegen freuen sich schon auf den fertigen Klimapark und sehen das blühende Gelände, kleine Erzeugermärkte und Naturkundevorträge vor sich. 

Mit dem Klimapark möchte Gröditz einen wichtigen und großen Schritt in der Umwelt- und Klimaschutz-Strategie gehen.
 

Mehrgenerationenplatz Nieska

18. Mai 2021

Der Ortschaftsrat und Bürgermeister Jochen Reinicke freuen sich, endlich den neuen Generationenplatz in Nieska für die Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung zu übergeben. Die Neugestaltung wurde durch eine Förderung über das Regionalbudget des Elbe-Röder-Dreieck e.V. möglich. Die Freifläche am Bürgerhaus wurde attraktiv und einladend gestaltet und lädt nun Jung und Alt zum gemeinsamen Verweilen ein. Gleichzeitig wurde mit den Grünstrukturen der gesamte Straßenraum aufgewertet. Zum Einsatz kamen einfache Mittel: Die Entfernung der Barriere Metallzaun, die teilweise Bepflanzung der Rasenfläche mit Blütenstrauchgruppen, das Anlegen und Gestalten einer befestigten Fläche mit Betonpflaster für einen Verweil- und Grillplatz, das Aufstellen von Sitzgruppen, die Kaschierung des Müllplatzes. Eine Baumbank rund um die große Lerche erhöht die Aufenthaltsqualität und lädt nun zum Verweilen ein. Für die Kleinsten sind zwei Federtiere aufgestellt und ein Sandkasten gebaut worden.